Dr. Ly während der Behandlung | groisman & laube

Zahnerhalt & Zahnersatz im Dental Centrum Bethanien

Zahnlücken im ausgewachsenen Gebiss führen zu Problemen, da sich die Stabilität der Zähne auf dem Zahnbogen verschlechtert. Isolierte Zähne haben keine Berührung zum Nachbarzahn und können sich beim Kauen nicht mehr gegenseitig stützen.

In die entstandene Zahnlücke können Nachbarzähne einwandern, welche diese Lücke verkleinern und auf der Gegenseite den Kontakt zum angrenzenden Zahn verlieren. Durch diesen Kontaktverlust können Zähne kippen und sich im weiteren Prozess sogar lockern. Zusätzlich ist es möglich, dass der Zahn, welcher der Lücke gegenübersteht, aufgrund des fehlenden Gegenbisses, weiter in die Mundhöhle hineinwächst.

Fehlen Frontzähne, wird das Abbeißen von harten Lebensmitteln schwieriger, außerdem behindern die Lücken die Artikulation. Da gerade beim Verlust von Frontzähnen der ästhetische Aspekt eine große Rolle spielt, ist ein sofortiger Ersatz der Zähne ein Garant für das wiedererlangte Wohlbefinden des Patienten.

Bei Zahnverlust im Seitenzahnbereich wird  das Kauen beeinträchtigt und die Belastung auf andere Zähne übertragen. Die veränderte Krafteinwirkung hat auf lange Sicht Folgen für die Kieferfunktion. So kann es zu Problemen der Kiefergelenke kommen, die Schmerzzustände, welche bis in den Rücken ausstrahlen, verursachen können.

Röntgenbild eines Lückenzahnsystems | groisman & laube

Lückenzahnsystem mit generalisierter chronischer Parodontitis und Kippung der letzten Mahlzähne im Ober- und Unterkiefer rechts sowie Hinauswachsen der Frontzähne des Oberkiefers durch fehlende Gegenkieferbezahnung.

Knochenschwund

Bleibt der funktionelle Reiz durch die Zahnaktivitäten aus, entwickeln sich die angrenzenden Gewebe wie Schleimhaut und Bindegewebe zurück, darüber hinaus auch der Kieferknochen. Es kommt zum Knochenabbau (Atrophie).

Bei sehr starkem Knochenverlust über viele Jahre entstehen typische Atrophiezeichen, wie Rückentwicklung des Oberkiefers in der Seitenansicht, beziehungsweise zur Mittelachse hin. Der Unterkiefer bewegt sich von der Mittelachse weg.

Ein typisches „Hexengesicht“ entsteht mit abgesunkenem Mittelgesicht, zurückliegendem Oberkiefer und spitzem Unterkiefer. Hier ist in vielen Fällen ein Knochenaufbau sinnvoll, um einerseits nach einer Versorgung mit einem Zahnersatz eine gleichmäßige Kaubelastung zu erzielen. Andererseits spielt hier natürlich der ästhetische Aspekt eine Rolle. Ein Aufbau des Knochens kann eingesunkene Gesichtspartien wieder anheben. Hierfür muss der Mundraum jedoch frei von Mundschleimhauterkrankungen oder einer Zahnfleischentzündung sein. Führt der alleinige Aufbau des Knochens nicht zu einem ästhetisch zufriedenstellenden Ergebnis, kann die Behandlung gezielt durch eine Kinnkorrektur ergänzt werden.

Knochenschwund im Oberkiefer | groisman & laube

Ausgeprägter Knochenschwund des Oberkiefers bei seit vielen Jahren bestehender Zahnlosigkeit und flächiger Belastung durch die Oberkiefertotalprothese.

Natürliche Zahnsubstanz schützen dank Zahnerhaltungsmaßnahmen

Das Anwendungsspektrum von zahnerhaltenden Lösungen und Zahnersatz ist so vielfältig wie die individuellen Ausgangssituationen unserer Patienten. Das Spektrum der Versorgungsoptionen reicht von Füllungen aus Kunststoff über Inlays, Kronen und Brücken bis hin zu Teil- und Vollprothesen. Besonderen Wert legen wir auf die Vorteile von vollkeramischem Zahnersatz aus unseren spezialisierten Dentallaboren.

Zähne mit kleineren kariösen Defekten versorgen wir in der Regel mit Kunststoff. Mit dieser wirtschaftlichen Lösung ist eine Therapie der Zähne für einige Jahre sinnvoll. Die eingesetzten Materialen bieten ein ausreichendes ästhetisches Bild.

Sind größere Bereiche eines Zahnes erkrankt, ist die Stabilisierung der Restzahnsubstanz nötig. Hierzu stehen vollkeramische Inlays, Kronen oder Brücken zur Verfügung Diese werden speziell für unsere Patienten angefertigt, sind äußerst randdicht, verformen sich nicht und können, einmal eingesetzt, nicht mehr vom natürlichen Zahn unterschieden werden. Heutige Keramiken verfügen über den gleichen Härtegrad wie natürlicher Zahnschmelz und sind sehr stabil.

Welche Möglichkeiten bietet Zahnersatz?

Zum gängigen Zahnersatz zählen fest sitzende Kronen oder Brücken, aber auch herausnehmbare Teil- und Vollprothesen.
Diese Varianten werden im Folgenden näher erläutert.

Regulärer, festsitzender Zahnersatz wird nicht von Implantaten (Zahnimplantate) getragen, er wird zementiert oder geklebt. Der Patient kann diesen Zahnersatz nicht selbstständig entfernen.

Zum festen Zahnersatz gehören Kronen und Brücken, wobei bei Letzteren Nachbarzähne beschliffen werden und als Brückenanker dienen.

Regulärer, herausnehmbarer Zahnersatz wird nicht von Implantaten (Zahnimplantate) getragen, sondern zum einen von den Weichgeweben der Mundhöhle oder zum anderen von angebrachten Klammern, die an bestehenden Zähnen befestigt werden, gehalten. Hierzu gehören Voll- und Teilprothesen, die vom Patienten, zum Beispiel zur Reinigung, selbst entfernt werden können.

Vollprothesen setzen sich zusammen aus einer zahnfleischfarbenen Kunststoffbasis, auf der Zahnersatz aus Kunststoff oder Keramik aufgesetzt ist. Die Prothese liegt direkt auf der Mundschleimhaut auf und wird durch das Weichgewebe und die Mundmuskulatur gehalten.

Bei einem aus festen und herausnehmbaren Elementen gestalteten Zahnersatz ohne Einsatz von Implantaten kann es sich um eine Doppelkronen- oder Teleskopprothese oder um eine Geschiebeprothese handeln.

Die Doppelkronen- oder Teleskopprothese wird auf die verbliebenen Zähne aufgesetzt, die zumindest teilweise überkront sind. Diese Kronen werden meistens aus Gold-Legierungen gefertigt und auf die Zähne zementiert. Die Prothesenbasis des herausnehmbaren Teils wird ebenfalls aus hochwertiger Gold-Legierung hergestellt. Hier sind auch Kronen angebracht, die wie im Schlüssel-Schloss-Prinzip auf die Kronen der Restzähne passen. Die Prothese bekommt ihren Halt durch Klemm- und Saugwirkung in Bezug auf die Unterkonstruktion.

Die Geschiebeprothese besteht zum einen aus verblockten Kronen mit einem eingearbeiteten Geschiebeanteil, die auf Restzähne aufzementiert sind, zum anderen aus einem passgenauen Gegenstück, das an der herausnehmbaren Prothese befestigt ist. Beide Geschiebeelemente können ineinander verschoben werden und gewährleisten so einen stabilen Halt der Prothese.

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FAQ Zahnerhalt & Zahnersatz

Besonders beim Zahnerhalt und Zahnersatz entstehen oft viele Fragen, die wir individuell im Beratungsgespräch klären. Damit Sie sich jedoch bereits einen Überblick verschaffen können, finden Sie hier gesammelte Fragen und Antworten.

Ein wesentlicher Bestandteil der Mundhygiene ist die häusliche Pflege. Hierzu zählen etwa die richtige Zahnbürste mit entsprechenden Borsten sowie eine passende Zahnpasta. Doch auch Zahnseide und Interdentalbrüstchen sollten regelmäßig eingesetzt werden. Denn die Zahnzwischenräume erreicht die Zahnbürste nur schwer. Neben diesen Maßnahmen ist die Vorsorge beim Zahnarzt essenziell, da viele Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches (etwa Karies oder eine Parodontitis) lange Zeit schmerzfrei ablaufen. Im Zuge dieser Untersuchung führen wir halbjährlich eine professionelle Zahnreinigung durch.

Bei kleinen Schäden an den Zähnen, etwa abgebrochenen Teilen oder Rissen, können Veneers zum Einsatz kommen. Diese setzen wir auch bei Verfärbungen, Schiefständen oder Lücken zwischen zwei Zähnen ein.

Größere Zahnschäden – etwa nach Karies – versorgen wir mit einer Füllungstherapie, sobald wir die schädlichen Bakterien entfernt haben. Das hochwertigste Material ist Keramik, aber auch Kompositfüllungen aus Kunststoff finden Verwendung. Je nach Ausmaß der Beschädigung können Zähne auch ganz oder nur teilweise überkront werden. Dabei gibt es neben Gold auch Lösungen aus Keramik.

Dies kann nicht pauschal beantwortet werden. Fällt ein Milchzahn aufgrund eines Unfalls oder einer Karieserkrankung sehr früh aus, sollte die Lücke geschlossen werden. So verhindern wir Schwierigkeiten in der Ausbildung der Artikulation oder der Entwicklung des Gebisses. Können wir aus bildgebenden Verfahren jedoch darauf schließen, dass der folgende Zahn demnächst durchbricht, ist eine Versorgung mit Zahnersatz meist nicht notwendig. Anders verhält es sich natürlich, wenn an manchen Stellen im Mund kein zweiter bleibender Zahn angelegt ist.

Zum herausnehmbaren Zahnersatz zählen etwa Vollprothesen oder Konstruktionen, die mittels Klammern am Nachbarzahn fixiert werden. Daneben gibt es kombinierten Zahnersatz mit festen und herausnehmbaren Bestandteilen. Dies sind etwa Geschiebe- oder Teleskopprothesen. Aber auch Implantate oder Mini-Implantate mit aufgeklickter Vollprothese gehören dazu.

Hierzu zählen in der Regel Brücken, die in die entsprechende Lücke zementiert werden. Wobei es durchaus auch Brückenkonstruktionen gibt, die geklebt oder lediglich mit Klammern an den Nachbarzähnen fixiert sind. Die Bandbreite ist sehr groß. Die High-End-Lösung des Zahnersatzes sind fest im Kiefer verschraubte Implantate.

Festsitzender Zahnersatz hält den alltäglichen Belastungen sehr gut stand, ohne zu verrutschen. Auch Haftcreme ist nicht notwendig. Dafür kann herausnehmbarer Zahnersatz leicht gereinigt werden und sich in der Regel problemlos an weitere Zahnlücken anpassen lässt.

Nein, insbesondere festsitzende Lösungen sollte man ausschließlich einsetzen, wenn der Mundraum gesund ist. Gerne wählen wir gemeinsam mit Ihnen die geeigneten Therapieschritte aus, um die Entzündung des Zahnfleisches wirksam zu bekämpfen.

Hier kann man mit Implantaten Abhilfe schaffen. Diese bieten der Vollprothese durch eine Art Druckknopfsystem sehr guten Halt auf dem Zahnfleisch. Die bestehende Prothese bedarf dabei lediglich einer Anpassung an das System. Scheuernde Stellen können wir nachbearbeiten, sodass die Vollprothese dann optimal sitzt.

Hier muss individuell entschieden werden. Sofern Ihre Medikamente gut eingestellt sind, ist eine Versorgung mit Implantaten und/oder Mini-Implantaten durchaus möglich.

Ja, denn sonst können Verschiebungen im Gebiss auftreten, indem etwa die Nachbarzähne Richtung Lücke kippen. Zusätzlich kommt es zu Veränderungen im Bissbild und der Knochen unterhalb der Lücke bildet sich kontinuierlich zurück. Die einzige Ausnahme bildet ein vorzeitig ausgefallender Milchzahn. Diese Lücke kann zunächst bestehen bleiben, aber nur, wenn der zweite bleibende Zahn bald durchbricht und dann die Lücke wieder schließt.

Bei gesamter Zahnlosigkeit kann eine Vollprothese zum Einsatz kommen. Da diese jedoch in Ästhetik und Komfort oftmals nicht den Ansprüchen des Patienten genügen, können Implantate für einen verbesserten Halt sorgen. Eine andere Alternative sind herkömmliche Zahnimplantate. Dabei wird für jeden fehlenden Zahn eine künstliche Zahnwurzel eingesetzt und mit einer Zahnkrone versehen.

Herausnehmbarer Zahnersatz sowie Brücken und Kronen können mehr oder weniger unabhängig vom Knochenangebot eingesetzt werden. Auch fest eingesetzte Implantate setzen wir bei zurückgegangenem Knochen ein. Herkömmliche Implantate benötigen hingegen ausreichend Kieferknochen, um festen Halt zu finden – andernfalls können die künstlichen Zahnwurzeln herausfallen. In diesen Fällen beraten wir Sie gerne zu verschiedenen Knochenaufbaumethoden.

Als Zahnersatz gelten Inlays, Kronen, Brücken, Implantate und herausnehmbarer Zahnersatz. Ausschlaggebend für die Bezuschussung ist immer der Heil- und Kostenplan des Zahnarztes, der dann bei der Krankenkasse eingereicht wird. In der Regel bezahlen Krankenkassen bis zu 50 Prozent der Versorgung, bei lückenlos geführtem Bonusheft auch bis zu 65 Prozent. Der Eigenanteil wird weiter geschmälert, wenn die Kosten für den Zahnersatz eine unzumutbare Summe darstellen würden. Dies wird in Abhängigkeit vom Einkommen des Patienten bewertet. Generell variiert der Zuschuss nicht entsprechend der Versorgung, sondern entsprechend der Diagnose – wer statt einer herausnehmbaren Vollprothese auf Implantate setzt, kann damit also nicht auf einen höheren Zuschuss der Krankenkasse hoffen. Hier können rechtzeitig abgeschlossene Zahnzusatzversicherungen hilfreich sein.

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