Leider erkranken auch hierzulande immer mehr Menschen an Hautkrebs. Die Techniker Krankenkasse TK meldet, dass mittlerweile jede dritte Krebsdiagnose ein Fall von Hautkrebs ist. Es gibt mehr als 200.000 Neuerkrankungen im Jahr. Doch es gibt auch noch eine beruhigende Nachricht: Nicht jeder Hautkrebs ist gleich gefährlich. Nur 1 Prozent aller Todesfälle durch Krebs ist darauf zurückzuführen. Da Vorsicht besser als Nachsicht ist, möchten wir Sie mit diesem Artikel für das Thema Hautkrebs sensibilisieren und Ihnen zeigen, wie wichtig – und auch einfach – Hautkrebsvorsorge sein kann.

Was ist Hautkrebs?

Hautkrebs – das ist ein Überbegriff für sämtliche bösartigen Veränderungen der Haut. Sie können grob unterteilt werden in den schwarzen Hautkrebs (das sog. maligne Melanom) und den hellen bzw. weißen Hautkrebs.

Der schwarze Hautkrebs ist die gefährlichste Variante. Er kann spontan, also „einfach so“ neu entstehen, aber sich auch – und das ist meistens der Fall – aus einem Leberfleck oder Muttermal entwickeln. Ein Melanom kann in allen Hautbereichen auftreten, selbst an eher versteckten Zonen wie dem Genitalbereich, am Kopf, unter den Finger- oder Fußnägeln sowie an den Fußsohlen. Ärzte haben beobachtet, dass ein Melanom bei Männern häufig am Rumpf, bei Frauen vorzugsweise an Armen oder Beinen vorkommt. Die große Gefahr besteht darin, dass der Tumor – wenn er nicht früh genug entdeckt und entfernt wird – in tiefer gelegene Hautschichten vordringen kann. Von dort aus kann er sich Zugang zu Blut- und Lymphgefäßen und damit anderen Organen verschaffen. In diesem Fall kommt es meist zu einer Metastasenbildung.

Der weiße Hautkrebs hingegen ist nicht derart aggressiv. Anders als das Melanom neigt er weniger stark dazu, sich ausgehend von der Haut in andere Organe auszubreiten. Dem weißen oder hellen Hautkrebs können z.B. das Basazellkarzonim, das Plattenepithelkarzinom und seltenere Formen wie das Angiosarkom, das Dermatofibrosarkoma protuberans, das maligne fibröse Histiozytom, das Liposarkom sowie das Karposisarkom zugeordnet werden. Auch wenn dieser Krebs weniger aggressiv ist, muss er dennoch zwingend behandelt werden.

So können Sie Hautkrebs vorbeugen

Meiden Sie übermäßige Sonnenstrahlung und zu häufige Sonnenbäder!

Als Hauptursache für die Entstehung von Hautkrebs kann sicherlich die UV-Strahlung gewertet werden. Und die Hauptquelle der UV-Strahlung ist die Sonne (oder auch das Solarium).  Zum Schutz der Haut empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), starke Sonneneinstrahlungen auf die Haut zu vermeiden. Sie sollten sich stets durch das Aufbringen von Sonnencreme mit einem auf Ihren Hauttyp abgestimmten Lichtschutzfaktor schützen. Gehen Sie nicht mittags in die Sonne, halten Sie sich stets lieber im Schatten als in der prallen Sonne auf. Verschieben Sie daher Sport und Spiel eher auf morgens oder abends, wenn die UV-Strahlung nicht mehr so stark ist. Vermeiden Sie Sonnenbrände und schützen Sie Haut und Augen durch Kleidung und Sonnenbrille. Denken Sie daran, dass Tabletten und Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin A, Selen oder Beta-Karotin weder vor Sonnenbrand noch vor Hautkrebs schützen. Achten Sie besonders darauf, Babys und Kleinkinder nicht der vollen Sonnenstrahlung auszusetzen.

Beobachten Sie Ihren Körper und machen Sie den Selbsttest!

Es ist wichtig, den eigenen Körper gut zu kennen. Achten Sie auf Veränderungen, die plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln, und untersuchen Sie Ihre Haut auch regelmäßig auf Mutationen. Experten empfehlen, sich hierzu einen fixen Tag im Monat zu nehmen, um den Körper komplett unter die Lupe zu nehmen. Achten Sie hierzu besonders auf Gesicht, Hals, Ohren, den Haaransatz an Stirn und Nacken sowie das Gesäß, die Lendengegend, den Genitalbereich, Ihre Beine, Füße und Zehenzwischenräume. Bitten Sie eine zweite Person, sich Ihren Rücken anzusehen. Ein besonderes Auge sollten Sie auf Ihre Haut haben, wenn sie viele Muttermale oder Leberflecke aufweist.

Hilfreich für das Erkennen von Hautveränderungen ist die ABCDE-Regel.

Hautkrebsentfernung Frankfurt

A: Asymmetrie Sehen Sie sich die Hautveränderung oder ein Muttermal genau an: Hat es eine gleichmäßige runde Form oder ist es ungleichmäßig? Sollten die Ränder asymmetrisch sein, raten wir zu einem Hautarztbesuch.

B: Begrenzung Im Normalfall sind Muttermale und harmlose Pigmentflecken scharf begrenzt und glatt. Wenn Ihnen die Ränder verwaschen, ausgezackt, uneben oder rau vorkommen, sollten Sie die Veränderungen auf jeden Fall von einem Arzt ansehen lassen.

C: Colour Wichtig ist auch die Farbe der Veränderung auf Ihrer Haut. Wenn sie unterschiedlich ist und zwischen hell und dunkel schwankt, rosa, graue und/oder schwarze Punkte zu erkennen sind, sollten Sie dringend einen Termin beim Arzt vereinbaren.

D: Durchmesser Auf ein bösartiges Geschehen deutet auch hin, wenn der Durchmesser einer Hautveränderung mehr als 0,2 bis 0,6 cm ist. Auch bei einer halbkugeligen Form ist ärztlicher Rat angebracht.

E: Erhabenheit Ist ein Fleck deutlich spürbar und auf der Haut nach oben erhaben, kann dies ein Hinweis auf Hautkrebs sein. Lassen Sie den Fleck untersuchen. 

Achten Sie auf persönliche Risikofaktoren!

Führen Sie den monatlichen Check besonders aufmerksam durch, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören. Darunter fallen z.B. Menschen, die in ihrer Kindheit, Jugend und im Erwachsenenalter häufig Sonnenstrahlung ausgesetzt waren bzw. sind und häufig Sonnenbrände hatten. Ebenfalls dazu gehören Menschen mit hellem Hauttyp oder vielen Leberflecken und Muttermalen. Sollten Sie einen Verwandten ersten Grades haben, der an Hautkrebs erkrankt ist oder war, sollten Sie ebenfalls aufpassen. Auch die Erbanlagen können eine Rolle dabei spielen, Hautkrebs zu bekommen. 

Gehen Sie regelmäßig zur professionellen Vorsorgeuntersuchung beim Arzt!

Gesetzlich Versicherte haben seit dem 1. Juli 2008 ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung. In diesen Fällen wird das Screening von den Krankenkassen bezahlt. Sollten Sie jedoch zur Risikogruppe gehören, raten wir, die Untersuchung jährlich und schon in deutlich früheren Jahren durchführen zu lassen. In manchen Fällen übernimmt auch hier die Krankenkasse die Kosten.

Entfernung von Hautkrebs im Gesicht

Auffällige Muttermale und Flecken auf der Haut müssen entfernt werden – oft auch schon als Vorsichtsmaßnahme, damit sie nicht entarten können. Egal, ob gut- oder bösartig, die Entfernung muss fachgerecht durchgeführt werden. Besonders im Gesicht ist das eine anspruchsvolle Aufgabe – denn es sollen möglichst keine Rückstände und Narben bleiben.

Als plastischer Gesichtschirurg ist Dr. Dr. Nico Laube  Ihr Ansprechpartner bei Groisman & Laube, wenn es um die Entfernung von Hautveränderungen im Gesicht geht. Manchmal lässt es sich nicht umgehen, dass Narben entstehen, die später stören können. Gerne berät Dr. Dr. Laube Sie auch zu den Möglichkeiten der Narbenbehandlung z.B. per Micro-Needling.

 

Foto: © Phovoir / elements.envato.com 

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